Morgen findet ein Workshoptag im Zollamt statt, d.h. es gibt mehrere Vorträge, die nacheinander stattfinden werden, parallel Workshops und ein feministisches Vernetzungstreffen.

Hier seht ihr alle Veranstaltungen, die stattfinden werden:

14 Uhr: Lesung & Diskussion: Der kommende Aufstand

„Unter welchem Blickwinkel man sie auch betrachtet, die Gegenwart ist ausweglos. Das ist nicht die unwichtigste ihrer Eigenschaften. Denen, die unbedingt hoffen wollen, raubt sie jeden Halt. Diejenigen, die vorgeben, Lösungen zu besitzen, werden auf der Stelle widerlegt. Es besteht Einverständnis, dass alles nur noch schlimmer werden kann. „Das künftige hat keine Zukunft mehr“ ist die Weisheit einer Epoche, die hinter ihrer Fassade extremer Normalität auf dem Erkenntnisstand der ersten Punker angekommen ist.“

Es geht nicht mehr darum, zu warten – auf einen Lichtblick, die Revolution, die atomare Apokalypse oder eine soziale Bewegung. Noch zu warten, ist Wahnsinn. Die Katastrophe ist nicht das, was kommt, sondern das, was da ist. Wir befinden uns schon jetzt in der Untergangsbewegung einer Zivilisation. Das ist der Punkt, an dem man Partei ergreifen muss.

Für die Autor*innen dieses Manifests sind sie brennenden Vorstädte in Frankreich oder die Straßengewalt in Griechenland revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Die Autor*innen fordern einen revolutionären Zustand als „ergebnisoffenen“ Prozess, die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.

 

Wir wollen euch ausgewählte Abschnitte aus dem Buch vorstellen. Anschließend wollen wir mit einer Diskussion beginnen, inwiefern sich die Ideen der aufständischen Praxis, die die Lektüre liefert, auf Münster übertragen lassen.

 

15 Uhr: feministisches Vernetzungstreffen

Wir sind ein anarchafeministischer Arbeitskreis aus Münster und wollen euch gerne zu einem feministischen Vernetzungstreffen für den Bereich Münster einladen.

Wozu das Ganze?

Wir wollen über gemeinsame Vernetzung, Perspektiven und eventuelle Aktionen sprechen – beispielsweise über ein gemeinsam organisiertes FLTI-Café, … .

Wir wollen uns austauschen, handlungsfähiger werden, eine größere Reichweite von Ideen, Projekten, … ermöglichen und unterschiedliche und/oder neue Zielgruppen ansprechen. Gemeinsame oder unterstützende Mobilisierung, aber auch konkrete Zusammenarbeit könnten wir uns vorstellen.

Natürlich sind dies alles nur Vorschläge und wir freuen uns über jegliche Art eingebrachter und zusammen erarbeiteter Ideen am Sonntag.

Eingeladen haben wir verschiedene Gruppen, Einzelpersonen und sonstige Interessierte – diese Einladung kann gern auch weitergeleitet werden.

Wir freuen uns auf euch!

Liebe Grüße,

der Arbeitskreis

 

18 Uhr: Computersicherheitsworkshop (Laptops mitbringen!)

 

17 Uhr: Vortrag: MIETREBELL_INNEN UND BESETZER_INNEN GEMEINSAM GEGEN PROFIT MIT DEM WOHNRAUM

Seit Jahren werden in Deutschland tausende Menschen zwangsweise aus ihren
Wohnungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus
anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich
Mieter*innen nicht mehr still vertreiben. Die Berliner Kampagne
„Zwangsräumungen verhindern“ mobilisiert mittlerweile wöchentlich gegen
Räumungen.

Der Journalist Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de/) hat in
seinen im Verlag Edition Assamblage herausgebenen Buch „Zwangsräumung
verhindern“ (http://www.edition-assemblage.de/zwangsraumungen-verhindern/ )
begründet, warum der Kampf gegen Rendite mit der Miete nur von
rebellischen Mieter*innen und Besetzer*innen gemeinsam geführt werden
kann.

Das Buch geht auf ihre Vorläufer in der Weimarer Republik ein und wirft
einen Blick auf Spanien, wo die Bewegung gegen Wohnungs- und
Häuserräumungen ein innenpolitischer Faktor ist.

PETER NOWAK arbeitet als freier Journalist in Berlin und schreibt u.a. für
die Jungle World, das Neue Deutschland, das Internetmagazin Telepolis und
das Monatsmagazin konkret. Zuletzt erschien von Peter Nowak in der edition
assemblage „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht – Arbeitskämpfe
nach dem Ende der großen Fabriken“
(http://www.edition-assemblage.de/ein-streik-steht-wenn-mensch-ihn-selber-macht/)

 

19:30 Uhr: Vortrag: „Hambacher Forst – Besetzung & Kampf gegen Kohle“

 

Sagt doch vllt noch euren Freund*innen Bescheid, sodass auch etwas
spontan noch viele Leute davon mitbekommen. Kommt gerne etwas früher und
schaut euch um. Wahrscheinlich wird es auch zwischendurch etwas zu essen
geben.

Wir freuen uns auf euch!